Steht uns dieses Jahr ein Crash an den Finanzmärkten bevor?

Christian Kreiß
 

Eine zunehmende Überschuldung, die Immobilienblase und steigende Nahrungsmittelpreise sind nur drei der Probleme. Der Kollaps könnte plötzlich kommen

In den letzten Monaten erschienen mehrere Studien, die in ihrer Gesamtschau einige Brisanz für die Kapitalmärkte haben. Demnach könnte 2022 ein gefährliches Jahr für die Weltfinanzmärkte, insbesondere die Anleihe- und Aktienbörsen werden.

Im Folgenden soll untersucht werden, welche schwarzen Wolken sich über den Weltfinanzmärkten zusammengezogen haben, wo der erste Blitz einschlagen und wie es dann zu einem Crash 2022 kommen könnte.

Schulden auf neuem Höchststand

Der Internationale Währungsfonds (IWF) berichtete am 15. Dezember, dass die weltweiten Schulden 2020 gegenüber dem Vorjahr sprunghaft um 28 Prozentpunkte auf 256 Prozent des Weltsozialprodukts angestiegen seien und mit 226 Billionen US-Dollar einen neuen Rekord aufgestellt hätten.

Das verheißt nichts Gutes für die Rückzahlbarkeit. Bei Ausbruch der ersten Finanzkrise 2007 waren die weltweiten Schulden mit 195 Prozent vom BIP erheblich niedriger. Aber bereits dieser Wert war damals zu hoch, sodass eine Weltfinanzkrise ausgelöst wurde.

Man hat die zu hohen Schulden von damals mit noch mehr Schulden bis heute gelöst. Das klingt nicht nach einer nachhaltigen Lösung. Die Rekordschulden von heute könnten dazu führen, dass einige Schuldner ihre Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen können und dadurch manche Banken und die Anleihemärkte unter Druck setzen. So könnte von den Banken und Anleihemärkten ein Gewitter an den Finanzmärkten ausgelöst werden.

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